felidae Kleintierschutzverein am Rosengarten e.V.

Hier finden Sie viele Tipps, die unsere Mitarbeiter für Sie aufbereitet haben. Unsere jahrelange Erfahrung im Umgang mit Katzen hat uns einiges gelehrt, was wir Ihnen natürlich nicht vorenthalten wollen.

Ankunft im neuen Zuhause

Nach Ankunft bei Ihnen zu Hause wird die Katze - sie ist stets neugierig - ihre neue Umge­bung inspizieren bzw. eine etwas scheue Katze wird sich einige Zeit verstecken; geben Sie dem Tier Zeit. Nach spätestens 8 Tagen sollten Sie jedoch die Möglichkeit, sich zu verste­cken, einschränken/beseitigen. Aber:

Keine Gewalt! - Das Vertrauen des Tieres gewinnen Sie mit freundlichem Zureden und in­dem Sie mit dem Tier spielen.

Freigänger

Sollte Ihre Katze das Glück haben, bei Ihnen in den Garten zu dürfen oder als Freiläufer zu leben, das heißt, sie darf im Haus und im Garten sein, so sollte sie mindestens während der ersten zwei bis drei Wochen nach der Anschaffung nur im Haus bleiben, bis sie Vertrauen zu Ihnen und der neuen Umgebung gewonnen hat; so wird sie auch nicht weglaufen, sondern stets wieder Einlass begehren. Am ersten Tag sollte man die Katze beim Freigang beobachten. Sie muss sich die neue Umgebung erst einprägen, damit sie sich wieder heimfindet. Ein guter Tipp ist auch während der ersten Freigänge die Katze nüchtern nach draußen zu lassen; denn der Hunger „treibt“ sie dann rechtzeitig zurück. Bedenken Sie auch, dass in der Regel noch andere Katzen das Revier besiedeln. Da muss die Neue sich erst bezüglich Weg und Zeit einordnen, sonst gibt es u.U. „Keile“.

Bei Freigang sind in Haus- und/oder Wohnungstür eingebaute Katzenklappen sehr nützlich. Sie ermöglichen der Katze auch bei Abwesenheit ihres Besitzers Wohnungs- und Gartenaufenthalt frei zu wechseln. Bei Freigang der Katze im Garten muss auf Pestizidanwendung verzichtet werden.

 

Dass Katzen nicht an belebten Verkehrsstraßen hinaus dürfen, ist jedem Tierhalter bekannt und wohl auch nicht weiter erwähnenswert.

 

Freigänger wiederfinden (vorbeugende Maßnahme)

Sollte Ihre Katze als Freigänger unterwegs sein, dann kennen Sie das mulmige Gefühl bei dem Gedanken an offenstehende Garagen oder Schuppen sicherlich. Sollte sich der Freigänger in einer offenen Garage befinden und der Garagenbesitzer schließt diese zu, ist die Katze gefangen und es kommt möglicherweise keiner auf die Idee, die Katze genau hier zu suchen. Leider passiert es so immer wieder, dass Katzen durch Wassermangel auf diesem Wege umkommen.

Hier nun die Geschichte zu einem solchen Erlebnis mit unserer Katze (Happy End ist schon mal versprochen):

Unsere Katze ist Freigänger und kann über eine PetPorte Klappe nach draußen. Hinein kommt sie durch ihren implantierten Chip, den sie unter der Haut trägt. Die Klappe ist so programmiert, dass unsere Katze im Winter von 05:00 Uhr bis 21:00 Uhr raus kommt, im Sommer stellen wir auf den eingebauten Dämmerungsschalter um und die Zeiten sind dann variabel. Unsere Katze kommt normalerweise so gegen 22:00 Uhr nach Hause manchmal auch erst gegen Mitternacht. Wenn unsere Katze bis Mitternacht nicht da ist, machen wir uns schon ganz schön Sorgen und gehen Sie suchen. Bisher war sie einfach nur auf Pirsch und hat wohl die Zeit vergessen und ließ sich problemlos nach Hause lotsen.

Vorgestern war es dann mal wieder so weit. Unsere Katze blieb ihrem Zuhause fern und wir sind eingeschlafen. Gegen 3:00 Uhr erwachte ich und vermisste sie natürlich sofort. Ich habe mich auch gleich auf die Suche gemacht.

Und nun zum Grund warum ich den Artikel schreibe. Ich will nicht nur meine Geschichte erzählen sondern anderen Katzenbesitzern eine Möglichkeit nennen, diesem Schreckensszenario etwas entgegen zu setzen. Unsere Katze trägt nämlich einen Pet Loc8tor am Halsband.

Zum Pet Loc8tor: Der Loc8tor besteht aus einem Handgerät und einem am Halsband zu befestigenden Gegenstück.

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loc8tor2

(Bilder stammen von der Herstellerseite www.loc8tor.com)

Der Pet Loc8tor funktioniert folgendermaßen: Aktiviert man am Handsender eine der vier möglichen Empfangseinheiten, so wird der Sender am Halsband der Katze aktiviert, sobald er sich in der Reichweite befindet. Die Reichweite wird vom Hersteller mit 120 Meter im freien angegeben, jedoch sind es aus meiner Erfahrung eher 50 Meter bei freier Sicht und natürlich entsprechend weniger bei Hindernissen im Sichtfeld. Durch die begrenzte Reichweite ist es möglicherweise notwendig, etwas im Revier der Katze umher zu laufen, bis man ein Signal bekomme, was aber aus meiner Sich vertretbar ist. Der Sender am Halsband fängt bei Aktivierung an zu blinken und zu piepsen. Das ist ein enormer Vorteil bei der Suche in der Nacht, da man das Tier z.B. in einem Busch versteckt hören kann oder im Dunkeln das Blinken erkennt auch wenn die Katze nahezu unsichtbar neben einem steht. Am Handsender geht bei Kontakt zum Halsbandsender die erste LED an und auch hier ertönt ein akustisches Signal, welches aber auch abgestellt werden kann. Dreht man sich jetzt im Kreis, so zeigt das Gerät möglicherweise ein paar mehr leuchtende LEDs, was auf die ungefähre Richtung hindeutet. Bewegt man sich nun in die Richtung wird das Signal immer stärker und man kommt so langsam zu dem Punkt an dem sich die Katze aufhält. Auch ein verlorenes Halsband kann so geortet werden. Die Ortung ist also im Normalfall so einfach wie das Kinderspiel „Heiß/Kalt“.
Und noch eine nicht unwichtige Kleinigkeit, die mich dieses Modell gegenüber z.B. GPS Lösungen, die man jederzeit von überall abfragen kann vorziehen lässt: Die GPS Lösung funktioniert nicht in Innenräumen und, das ist das größte Problem, die GPS Lösungen funktionieren wie ein kleines Mobiltelefon und funken 24 Stunden am Tag Radiowellen durch den Kopf Ihrer Katze. Das kann keiner wollen! Der Halsbandsender des Pet Loc8tor ist im Normalmodus nur als Empfänger aktiv, sendet also keinerlei Signale aus und ist daher für die Katze ungefährlich. Nur wenn der Handsender den Halsbandsender aktiviert funkt dieser ebenfalls signale aus, was dann auch nicht mehr zu vermeiden bzw. gewollt ist.

Nun weiter mit unserer Geschichte: Als ich also nach 3:00 Uhr in unserem Viertel umherirrte bekam ich auch irgendwann ein Signal von unserer Katze. Das Signal war aber nicht eindeutig, jedoch konnte ich feststellen, dass sich unsere Katze zu bewegen scheint, da sich das Signal änderte obwohl ich stilstand. Zu diesem Zeitpunkt stand ich vor einem Reihenhaus in der Nachbarschaft. Da ich unser Katze aber weder am Piepsen noch am roten Blinken ausmachen konnte und der Ausschlag am Gerät auch nicht auf die unmittelbare Nähe zur Katze hindeutete versuchte ich es auf der Rückseite am Haus. Hinter dem Haus waren ca. 35 Meter Garten, sodass ich nicht bis an das Haus ran kam, jedoch konnte ich auch hier ein schwaches Signal ausmachen. Unverrichteter Dinge ging ich etwas beruhigt wieder ins Bett, da ich mir sicher war, dass unsere Katze lebend in der Nachbarschaft unterwegs zu sein scheint. Etwa eine Stunde später – ich konnte einfach nicht schlafen – noch einmal das gleiche Spiel mit gleichem (Miss-)Erfolg. Leider hatte ich es verpasst, einen Zettel an die Tür des Hauses zu machen, in dem ich unsere Katze also vermutete. Als ich das nächste mal zum Haus ging waren die Bewohner schon zur Arbeit aufgebrochen. Nach einigen Gesprächen mit Nachbarn habe ich die Telefonnummer der Frau des Hauses bekommen und am Mittag stand der Hausherr sehr verwundert vor unserer Tür. Er wunderte sich natürlich darüber, dass wir uns so sicher sind, dass unsere Katze bei ihm im Haus sein soll, konnte aber schon mal bestätigen, dass am Morgen im Badezimmer Tierspuren zu sehen waren aber kein Tier weit und breit ist. Diese Aussage beruhigte uns ungemein. Ein Stein viel uns vom Herzen, da unsere Katze nun mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit bei ihm im Hause war.
Mit dem Pet Loc8tor haben wir unsere Katze dann beim ihm im Dachgeschoß hinter der Heizung versteckt gefunden. Das war wohl auch der Grund, warum das Signal nicht eindeutig war, da ich nicht auf die Idee gekommen bin, dass sich unsere Katze ca. sechs Meter über meiner Position aufhalten könnte, gefunden haben wir sie aber trotzdem. Auch wenn unsere Katze sich bestimmt früher oder später im Haushalt bemerkbar gemacht hätte und wahrscheinlich auch dadurch gefunden worden wäre hat es uns darin bestätigt, unserer Katze dieses kleine Helferlein ans Halsband zu machen.

Abschließend möchte ich noch erwähnen, dass ich mit der Firma nichts zu tun habe und die Werbung für das Produkt nur mache, da wir sehr froh sind, dass unsere Katze dadurch schnell wieder zu uns nach Hause gefunden hat. Wenn ich mir vorstelle, ich hätte möglicherweise mehrere Tage ohne Wissen um den Aufenthaltsort unserer Katze ausharren müssen, wird mir ganz anders. Ich kann nur jedem, der seiner Katze Freigang gewährt zu dieser ca. 70€ teuren Anschaffung raten.

http://www.loc8tor.com/de/loc8tor-pet.html

Futter

Sie benötigen Dosenfutter, Trockenfutter und frisches Wasser. Für eine erwachsene Kat­ze/Tag eine Mindestfuttermenge von 200 g Dosenfutter, für freilaufende Katzen wird aber oft die doppelte Menge, also 400 g, benötigt.

Frisches Wasser sollte immer bereitstehen und täglich zweimal erneuert werden.

Trockenfutter ist nicht nur zur Ernährung, sondern auch durch Knabbern gut für die Zähne. Eine Fütterung nur mit Trockenfutter ist nicht zu empfehlen, da sie zum Darmverschluss fuh­ren kann. Sie müssen beim Verabreichen – besonders größerer Anteile - an Trockenfutter darauf achten, dass das Tier ausreichende Mengen trinkt.

Wichtig ist der Verzicht auf Kuhmilch; Ihre kleine Katze würde davon sofort mit Durchfall reagieren.

Ernährungsstörungen bei kleinen Katzen sind sehr gefährlich und müssen vom Tierarzt behandelt werden.

4%ige Kondensmilch verdünnt mit etwas Wasser wird gern genommen und ist auch für die meisten Tiere bekömmlich. Es gibt jedoch Katzen, die verweigern reines Wasser. Manchmal reicht es aus, wenn das Wasser weiß aussieht und nach Milch riecht; denn es gibt nun mal Katzen, welche das Milchtrinken gewöhnt sind.

Schweinefleisch ist schädlich für die Katze, dagegen trägt die Verabreichung von etwas Rin­derhackfleisch im Wechsel mit "Büchsenfutter" zu einer optimalen Versorgung bei.

Wir wollen Sie nicht verunsichern; aber neuere Erkenntnisse zeigen, dass der in den Büchsen als Konservierungsmittel verwendete Phosphor bereits in relativ jungem Alter der Katze zu Nierenversagen führen kann. Deshalb ist das Füttern von frischem Geflügel und Rindfleisch bzw. Fisch eine bedenkenswerte Alternative. Trockenfutter hat diese Negativeigenschaft nicht, wenn man das Trinkwasser (s.o.) nicht vergisst. Gesalzenes und gewürztes Futter gehört nicht in den Katzenspeiseplan.

Für kleine Kätzchen gibt es spezielles Baby- oder Junioren-Futter für „Katzenkinder".

Kastration

Zur Kastration bei Katze und Kater ist zu sagen, dass die Tiere zur Geschlechtsreife, also mit etwa einem dreiviertel bis einem Jahr kastriert werden müssen (Umsetzung Tierschutzgesetz), dazu haben Sie sich bei einer von uns vermittelten Katze per Unterschrift auf dem Vermittlungsvertrag verpflichtet. Außerdem wird Sie das unkastrierte Tier durch massive Unsauberkeit und permanentes "Geschrei" nerven und Sie kämen garantiert selbst sehr bald zu der Erkenntnis, dass nur der Schritt zur Kastration schnelle Abhilfe leisten kann.

Auch wollen wir vermeiden, dass unnütz zur Vermehren der Katzen beigetragen wird, die dann eventuell wieder auf der Straße ausgesetzt werden, so dass neues Leid entsteht. Sie entlasten mit der rechtzeitigen Kastration unsere ehrenamtlichen Betreuer der Katzenfutterstellen, die mit Akribie bei jeder Witterung aufopferungsvoll dafür sorgen, dass die Katzenpopulation geregelt wird und dass Straßenkatzen überleben können.

Mit einer Katze ändert sich das Leben komplett

Wir zitieren hier zunächst ein markantes Vorwort aus der Zeitschrift "Meine Katze", das Wesentli­ches ganz prägnant zum Ausdruck bringt:

"Mit einer Katze ändert sich das Leben komplett. Plötzlich gibt es beispielsweise Gewis­senskonflikte, vor allem wenn man alleine lebt. Direkt nach der Arbeit zum Griechen und dann mit dem Freund/der Freundin ins Kino ... oder lieber doch ganz schnell nach Hause, um die Katze zu füttern und ihr einige Streicheleinheiten geben? ... Das Halten von Tieren erfordert Kompromisse und Zugeständnisse. Über Ihre Verantwortung gegenüber dem Tier sollten Sie sich klar werden, bevor Sie es anschaffen. Das Zusammenleben mit Katzen ist im Allgemeinen unproblematisch, sieht man von der Eingewöhnungsphase ab, die ungefähr zwei bis vier Wochen dauern kann. In dieser Zeit fühlen sich Katzen meist noch nicht hei­misch, erkunden jeden Winkel der Wohnung und stiften Chaos und Unruhe, was sonst gar nicht ihre Art ist"

Wohnungskatzen

Bei reiner Wohnungshaltung ist es günstig, wenn die Katze die Möglichkeit hat, Katzengras zu fressen, um beim Pelzlecken (Katzenwäsche) geschluckte Haare besser zu verdauen.

 

Eine Rennstrecke mit Orten, wo man sich verstecken kann, ist bei reiner Wohnungshaltung nötig, um natürliche Haltungsbedingungen zu simulieren.

 

Ein Balkon sollte mit einem ausreichend stabilen und lückenfreien Netz abgesichert sein. Man bedenke: Selbst relativ ruhige Katzen, die sich auf dem Balkon nicht als „Kletterkünstler“ beweisen, können erschrecken oder einem Vogel bzw. Insekt nachjagen und dabei abstürzen.

 

Ein Kratzbaum für Ihre Katze schont die Tapeten und die Möbel.